Engagement in der Sozialen Beratungsstelle Eimsbüttel

Hi,

ich arbeite schon seit November 2019 in der Sozialen Beratungsstelle Eimsbüttel. Die Beratungsstelle hilft aktuell und ehemals wohnungs- und obdachlosen Menschen oder solchen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind. Diese Menschen haben meistens ganz viele Probleme, entweder bei der Suche nach einer Wohnung oder auf einer persönlichen Ebene, finanziell oder psychisch, und wenn sie Schwierigkeiten bei  Behördengängen haben. Um die Hilfe in Anspruch zu nehmen, muss man Einwohner_in von Eimsbüttel sein. Die Beratungsstelle sorgt dafür, dass diese Menschen ihre Leben noch einmal auf die Reihe kriegen können. Die Mitarbeiter_innen dort leisten einen tollen Job, meiner Meinung nach. Obwohl sie überfordert sind, versuchen sie, ganz vielen Menschen zu helfen. Die Mitarbeiter_innen sind sehr nett, und die Umgebung am Arbeitsplatz sehr freundlich, außerdem reden sie ganz gut miteinander.

Meine Aufgabe dort war, Klienten, die nicht richtig Deutsch sprechen, bei der Wohnungssuche zu begleiten. Ich hatte zwei Klienten, einen aus Syrien und einen aus Bulgarien. Ich habe sie bei allen Hamburger Baugenossenschaften angemeldet, und ich habe versucht ihnen beizubringen, wie man nach einer Wohnung sucht, und was man bei einem Besichtigungstermin machen oder schreiben soll, aber durch den Mangel an Sprachkenntnissen und die Angst davor, alleine zu gehen, waren sie gehindert. Ich habe vor den Terminen mit den Klienten immer mit Herrn Sögtrop, dem Leiter der Sozialen Beratungsstelle besprochen, was ich als nächstes machen würde, er hat mich auf ganz viele Ideen gebracht und ganz viele Informationen korrigiert.

Was ich als Erfolg bezeichnen kann, ist das erhalten eines Dringlichkeitsscheins. Mein Klient bekommt von dem Vermieter keine Mietverlängerung, und daher muss er die Wohnung innerhalb von drei Monaten verlassen. Ich habe versucht einen Dringlichkeitsschein zu kriegen, aber es hat nicht funktioniert. Später, und mit Hilfe von dem Kollegen, haben wir diese Diskussion mit dem Sozialamt gewonnen. Nach Erhalt des Dringlichkeitsscheins bekam mein Klient durch das Sozialamt ein Wohnungsangebot. Wir waren bei dem Besichtigungstermin, und ich hoffe, dass das Unternehmen ihn nicht verweigert, weil das Argument bei der Baugenossenschaft immer war, dass meine Klienten kein Deutsch beherrschen.

Ich finde, dass diese Leute alleine keine Chance bei der Wohnungssuche haben, und das kommt nachdem ich sie sehr oft begleite, nicht nur meine Klienten, sondern auch ganz viel Leute, denen ich versucht habe bei der Wohnungssuche zu helfen. Mein Ziel im Seminar war eigentlich, Ideen für diese Leute zu sammeln, aber das hat mich mehr entmutigt.

Ich finde es traurig, dass die Stadt nichts anderes macht, außer eine Dringlichkeit zu bescheinigen. Dieser Zettel hat gar keine Wirkung auf dem Markt. Es wäre gut, wenn sie diesen Leuten in ihrer Muttersprache beibringen, wie das Mietverhältnis in Deutschland ist, damit der Vermieter keine Angst hat. Außerdem müssen sie einen besseren Plan mit den Baugenossenschaften finden, wie z.B eine Liste zu erschaffen, oder nach einer bestimmten Dauer oder bestimmten Anzahl von Bewerbungen eine Wohnung zu vergeben .etc. Aber keiner möchte sich für sie bemühen, denn sie können ihren Mund nicht aufmachen.

Bericht von Ahmad

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