Freies Tanzen kommt richtig gut an!

Vor zwei Wochen ca. habe ich die geplante Tanzstunde mit den Frauen aus der Einrichtung gemacht und es war anders als gedacht, aber sehr witzig und schön. In meiner Vorbereitung hatte ich mir nicht nur eine Playlist auf Spotify zusammengestellt, sondern hatte mir auch eine Art kleine Choreo angeschaut und überlegt. Einige der Frauen wollten aber lieber ein freies Tanzen machen und so haben wir gemeinsam Lieder ausgesucht und darauf frei getanzt.

Manchmal waren (fast) alle Frauen dabei und bei anderen Liedern waren wir zu zweit oder zu dritt auf der Tanzfläche, aber es war schön einer Tätigkeit nachzugehen und mit den Frauen teilen zu können, die mir auch privat sehr viel Spaß macht.

Eine der Frauen die über den ganzen Nachmittag am Tisch saß und nicht mitgetanzt hatte, sagte mir am Ende, dass sie so eine Freude daran gehabt hätte zu sehen wie froh die anderen beim Tanzen waren und welch schöne Stimmung wir mit unserem Tanzen und der Musik verbreitet hätten. Sie selbst konnte, wie sie mir dann berichtete, aus gesundheitlichen Gründen nicht mittanzen.

Auch eine andere Besucherin fragte, wann ich so ein Tanzen noch einmal organisieren würde, da sie sonst nie die Gelegenheit hätte so ausgelassen in der Gruppe zu tanzen und es ihr sehr viel Spaß machen würde.

Ich ging also mit einem sehr positiven Gefühl aus der Einrichtung raus. Es fühlte sich auch eher wie eine Angelegenheit an, zwischen mir und den Besucherinnen, aus der sich die SozialarbeiterInnen größtenteils heraushielten.

Leider habe ich auch bemerkt, dass ich in den letzten zwei Wochen gar nicht mehr hingegangen bin und der Hausarbeitsstress und Arbeitsstress total frisst, sodass ich nicht nur zeitlich sondern auch von der Energie einfach sehr eingespannt bin. Fragen für die Zukunft sind, wie solch ein Ehrenamt so in den Alltag reinpasst, dass es weiterhin etwas bleibt, was man gerne macht und zu keiner Pflicht oder einem Zwang wird.

Gleichzeitig wurde ich von einer Besucherin gefragt, ob nicht eine andere ‚wie ich‘ öfters vorbeikommen könnte, wenn ich mal nicht könnte. Da merkte ich noch einmal, wie schade es ist, dass das Projekt „Hamburg für alle – aber wie?“ aufhört…

One comment

  1. Wenn wir etwas gerne machen, dann strahlen wir es aus – dann ist es ein Leichtes, andere zu begeistern. Schön, wenn Du etwas gefunden hast, dass DIR Freude macht und anderen Freude bringt 🙂

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