Deutschtraining und Keksebacken

Dienstag: Deutschtraining – Team 2

Das Deutschtraining findet stetig einmal die Woche im Herz As statt. Nach und nach erkennen wir gegenseitig die Gesichter, Teilnehmende und Lehrende rücken näher zusammen. Da sich die Praktikantin der Einrichtung wortlos vom Projekt distanziert hat, übernehmen Gesa und Selin die Verantwortung weitgehend alleine.

Hilfe und Angebot wird von Herr Bischke und anderen Mitarbeiter bei Fragen aber immer sehr freundlich angeboten, sodass wir uns nicht allein gelassen fühlen. Es macht Spaß, verschiedene Leute mit verschiedenen Eigenschaften kennenzulernen und ein gemeinsames Ziel anzusteuern. Schön ist, dass die Motivation, Deutsch zu lernen, besteht und deshalb die ganze Atmosphäre an Leichtigkeit gewinnt. Direkte Probleme gab es bisher nicht. Als herausfordernd erweisen sich Situationen, die unsere ehrenamtliche Situation und Fähigkeit übersteigt. Fragen nach der konkreten Jobsuche obliegen nicht unserem Aufgabenbereich und Kompetenz. Da leiten wir die Interessierten an die kompetenten Sozialarbeiter im Haus weiter. Zukünftig wird die Stelle der Lehre wieder ersetzt. Wir werden uns als Assistenz anbieten, da eine Vielzahl von Helfern bei den unterschiedlichen Sprachniveaus sinnvoll ist, und sehen, inwiefern wir noch effektiv behilflich sein können.

Freitag – Team 3

Anfang Dezember konnten wir in einem Gespräch mit dem Leiter des Herz As zum einen über die Freitage in der Vorweihnachtszeit und über größere Projektvorhaben wie die Organisation von Kino- und Theaterbesuchen sprechen. Zum anderen haben wir einen tieferen Einblick in die aktuellen Schieflagen in der Obdach- und Wohnungslosenhilfe gewonnen.

Daraufhin beschlossen wir, weiterhin im offenen Bereich Zeit zu verbringen, “Mensch-ärger-dich-nicht” zu spielen und einfach eine gute Zeit im Miteinander zu verbringen. Es ist schön zu erleben, wie diese kleinen Dinge bereits einen Unterschied machen. Mitte Dezember konnten wir dann ein Plätzchenbacken organisieren. Da wir dem Leiter im Voraus Bescheid gegeben hatten, wurden wir in der Küche mit Vorfreude erwartet.

Die Teige waren schnell angerührt, der Ofen wurde vorgeheizt. Im offenen Bereich bereiteten wir einen Tisch mit Blechen und Ausstecherle vor. Es dauerte ein wenig, bis wir Gäste fürs Mitmachen gewinnen konnten. Als es ans Dekorieren und Probieren ging, hatten sich einige Gäste zu uns gesellt. Es wurde viel erzählt und gelacht und natürlich genascht. Die gefüllten Bleche leerten sich daraufhin schnell: Die Plätzchen gingen weg “wie warme Semmeln”. Es wurde viel gedankt.

Am Freitag vor Weihnachten gab es Kartoffelsalat und Würstchen. Silke konnte ein wenig in der Küche helfen. Die Stimmung im offenen Bereich war gemischt, bis sich jemand an das Klavier setzte, und es doch noch ein wenig besinnlich wurde. Für das kommende Jahr, so deutete der Leiter des Herz As an, könnte man einerseits beim Aufbau der Imkerkästen oder bei der Organisation eines Theaterbesuchs helfen. Hierfür werden wir wie bisher versuchen, mit dem zu gehen, was gerade ist.

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