Das Projekt hat in uns den Wunsch geweckt, dass es tatsächlich ein „Hamburg für alle“ gibt.

Fast drei Monate waren wir zu viert in der Einrichtung des Hamburger Fürsorgevereins/ Soziale Beratungsstelle Eimsbüttel in der Kieler Straße aktiv. In der Zeit haben wir einiges Neues im Austausch mit den wohnungs- und obdachlosen Menschen gelernt, und es gibt einiges zu berichten.

Das wohnungslose Ehepaar, das Lena betreute, hat durch die Saga eine passende Wohnung bekommen und wird dort einziehen. Dem Mann mit seiner Mutter, denen Kim bei der Suche nach einer Wohnung geholfen hat, konnte ebenfalls in eine Wohnung vermittelt werden. In der letzten Zeit haben wir uns dann um den Fall des Mannes gekümmert, von dem wir in unserem letzten Beitrag berichtet hatten. Wir haben Quittungen und Rechnungen sortiert und diese in eine Liste im Computer eingetragen, damit es ihm leichter fällt eine Steuererklärung für die letzten Jahre zu machen. Mittlerweile ist alles sortiert und Reinhold kümmert sich um den Rest.

Fabienne hat in einer der ersten Ehrenamtseinsätze einem obdachlosen Mann mit einer körperlichen Einschränkung bei der Jobsuche geholfen und danach neben der öffentlichen Beratung viel Organisatorisches im Büro erledigt, u.a. Unterlagen sortiert. Dadurch hat sie in den drei Monaten sowohl zwischenmenschlich als auch organisatorisch einiges dazu lernen und mitnehmen können.

Zum Schluss können wir sagen, dass wir in dieser kurzen Zeitspanne einiges gelernt haben und auch interessante Begegnungen hatten, zu denen wir im Alltag nicht gekommen wären. Nah dran an Menschen in speziellen Lebenslagen zu arbeiten ist noch eine andere Situation, als auf der Straße unbeteiligt an ihnen vorbeizulaufen, haben wir festgestellt. Das Projekt hat in uns den Wunsch geweckt, dass es tatsächlich ein „Hamburg für alle“ gibt. Es kann zudem sehr erfüllend sein, zu sehen, wie wir alle einen Beitrag leisten können – egal, wie gering er sein mag, und damit ein Stück Verantwortung für unsere Gesellschaft, von der wir selbst auch Teil sind, zu übernehmen.

Ebenfalls zu erwähnen ist der super Austausch mit unserem Ansprechpartner Reinhold. Der Kontakt zwischen uns war immer positiv und selbst bei kurzfristigen Terminänderungen war er immer noch fröhlich und dankte uns für unsere Arbeit. Für die weitere Zukunft ist ein Abschlusstreffen geplant, damit wir gemeinsam das Projekt reflektieren und auswerten können.

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