Der letzte Schritt zur eigenen Wohnung – mühsam aber lohnend

In diesem Beitrag berichte ich von meinen weiteren Erfahrungen als ehrenamtliche Mitarbeiterin im Verein „Bergedorfer für Völkerverständigung e.V. – Flüchtlingshilfe Bergedorf“ und über die Begleitung bei der Wohnungsvermittlung an geflüchtete Personen.

 In den beiden vorherigen Beiträgen habe ich über die ersten Schritte als Wohnungslotsin und ehrenamtliche Mitarbeiterin berichtet. Es ging unter anderem darum, dass ich zwei geflüchtete Personen, die sich für dieselbe Wohnung beworben haben, zur Wohnungsbesichtigung und anschließend zur Fachstelle für Wohnungsnotfälle begleitet habe, damit die Kostenübernahme gewährt wird.

Besuch beim zukünftigen Vermieter

Danach sind wir dann zum Vermieter gegangen, um alle erforderlichen Unterlagen, wie Einkommensnachweis, Dringlichkeitsschein, Kostenübernahme etc. abzugeben. Zu unserer Freude hat einer der Anwärter die Wohnung bekommen. Ich war mit meinen Gefühlen etwas zwiegespalten, da auf der einen Seite nun einer von ihnen eine eigene Wohnung hatte, worüber ich mich sehr freute, der andere aber leider eine Absage kriegen musste. Ich habe mich nicht davor gescheut zu fragen, wie die Entscheidung gefallen ist. Es lag wohl an dem Ausweisdokument des anderen, das bald auslaufen würde und eine mündliche Zusage, dass der neue beantragt wurde, nicht ausreichte.

Fachstelle für Wohnungsnotfälle und Jobcenter

So, nachdem wir die Zusage von dem Vermieter bekommen hatten, gingen wir erneut zur Fachstelle für Wohnungsnotfälle, um die letzten Unterlagen, wie z.B. die Zusage des Vermieters, einzureichen. Alle Unterlagen wurden zum Jobcenter geschickt, damit geprüft werden konnte, ob Anspruch auf Leistung und Kautionsdarlehen besteht. Nach zwei Tagen gingen wir zum Jobcenter und haben dort das Kautionsdarlehen unterschrieben, und die neue geänderte Leistung wurde uns mitgeteilt.

Die Prozedur verlief zwar sehr langsam, da wir sehr lange Wartezeiten hatten, jedoch reibungslos im Bezug auf die Gewährung der Anträge. Nach circa einer Woche sind alle Leistungen erfolgt, und die geflüchtete Person darf sich so langsam in ihren neuen vier Wänden einrichten. Hier seht ihr noch ein Bild von mir und der Person, die ich begleitet habe. Das Bild haben wir nach der Ummeldung beim Bezirksamt gemacht.

„Bergedorfer für Völkerverständigung e.V.“ leistet eine grandiose Arbeit!

Es hat sich gut angefühlt, einen eigenen Beitrag für die Integration von geflüchteten Menschen zu leisten. Meiner Meinung nach leistet die Organisation „Bergedorfer für Völkerverständigung e.V.“ grandiose Arbeit. Das Konzept hat mir sehr gut gefallen und die Zusammenarbeit hat super funktioniert.  

Vielen Dank für euer Interesse 🙂

Ceren Mucuk

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