Category Archives: Videoprojekt über junge Obdachlose

Team: Catherina J., Jana D.

Danke an die Protagonist*innen unserer Doku: KIDS, Momo & Dominik!

Nachdem wir im Januar 2018 ein Treffen mit dem KIDS hatten und dort direkt gefilmt und Fragen im Interview gestellt haben, kam die Nachricht vom KIDS, dass wir bitte noch ein zweites Mal bei ihnen vorbei kommen sollen. Ihr Wunsch ist es, sich zu zweit vor die Kamera zu setzen, um sich gegenseitig relativieren und unterstützen zu können und mit vorweg zugeschickten Fragen von uns sich besser vorbereiten und ordnen zu können, sodass wir im Interview die wichtigen Infos über junge Erwachsene und Jugendliche auf der Straße erfahren.

Auf diesen Vorschlag sind wir dankend eingegangen, da die Tonqualität der ersten Aufnahme hätte besser sein können. Zudem sind wir dem KIDS dankbar, da dieses uns direkt ans Momo Hamburg weitergeleitet hat. Wir haben jetzt also nicht nur das Kids für unsere Dokumentation gewinnen können, sondern durch unseren sympathischen und ehrlichen Eindruck das Momo.

Damit klar ist, von welchen Einrichtungen wir hier reden, hier die links:

In der fertigen Doku werden dann u.a. die KIDS- und Momo-Mitarbeiter*innen und Bundesfreiwilligendienstler*innen über ihre persönlichen, gesellschaftlichen sowie politischen Erfahrungen berichten. Beim Momo haben zwei Bufdis uns erzählt, was dort so abgeht und wie sie weg von der Straße und u.a. hin zu Momo gefunden haben.

Und beim KIDS werden uns im Interview nächsten Mittwoch zwei Sozialarbeiter*innen aus ihrer Sicht am Alltag der jungen Obdachlosen teilhaben lassen. Da wir die jungen Erwachsenen und Jugendlichen schützen wollen, haben wir uns von der Idee, jetzige obdachlose junge Menschen vor die Kamera zu bringen, sehr schnell verabschiedet. Es wäre fraglich, wohin unsere Dokumenation dann führen würde. Wir wollen ganz bewusst ein klischeefreies Bild der jungen Menschen auf den Straßen Hamburgs zeigen.

Eine Person, die Erfahrungen aus ihrem Leben als Jugendlicher erzählt, ist Dominik Bloh, welchen wir bei einer Lesung an unserer Hamburger Uni filmen durften. Aus rechtlichen Gründen werden wir von dem Material nur kurze Ausschnitte, die zu unserem Thema passen, verwenden. Bei mehr Interesse kauft euch sein Buch Unter Palmen aus Stahl oder geht am besten zu seiner genialen Lesung.

Da es uns beiden und unseren Unterstützer*innen wichtig ist, ein Gegenwort zu den vorherrschenden Vorurteilen gegenüber obdachlosen und wohnungslosen Menschen zu schaffen, werden wir nur Aufnahmen veröffentlichen, mit denen alle drei Parteien einverstanden sind. Hierfür werden wir jeweils einen kleinen Vertrag unterschreiben.

Wir freuen uns sehr über unsere drei Unterstützer*innen: das KIDS, Momo und Dominik und danken euch allen herzlichst! Die Arbeit mit euch hat uns sehr viel Spaß gemacht und nun steht noch ein letztes Interview und das endgültige Schneiden der Doku an. Wir sind gespannt auf das Endprodukt und freuen uns auf die Veröffentlichung!

Interview-Themen stehen fest

Wir haben unser Konzept weiter ausgearbeitet und uns auf folgende Themen für ein Interview festgelegt:

  • Herkunft
  • bürokratische Hürden
  • Leben am Rand der Gesellschaft?
  • Fakten zur aktuellen generellen Lage
  • persönliche Erlebnisse

Dabei hat es nicht gut geklappt, auf konkrete Fragen zu kommen, da wir die Person noch nicht kennen. Lieber wollen wir der Person dann lieber Raum für das, was ihr wichtig zu erzählen scheint, geben, als mit festgelegten Fragen sie und uns einzugrenzen.

Als nächsten Schritt wollen wir uns weiterhin mit den Personen aus dem KIDS treffen. Den Kontakt herzustellen, stellt sich als größte Herausforderung dar, doch war uns dies bewusst, und wir sind guter Dinge, diesen Schritt nun mit vorbereitetem Konzept bald zu machen. Es ist bei der Ursprungsidee – durch persönliche Geschichten und aktuelle Daten die Aufmerksamkeit für das Thema “obdachlose Jugendliche in Hamburg” zu stärken – geblieben. Uns ist dabei wichtig, keine Klischees und Stereotypen darzustellen, sondern ganz bewusst mit diesen aufzuräumen. Wir sind hierbei auch offen für sich eventuell ergebende Abweichungen der Projektplanung.

Projektstart

Unser Projekt heißt “kurze Dokumentation über junge Obdachlose” und wir wollen bis Semesterende einen Kurzfilm über ein oder zwei Obdachlose unter 21 drehen. Ebenfalls zu Wort kommen lassen wollen wir eine Sozialarbeiterin, die sich fachlich auskennt. Bei dem Kurzfilm ist uns wichtig, dass die dargestellte Person wert- und klischeefrei dargestellt wird. Wir sind im Kontakt mit “Kids. Basis und Woge e.V.”, welche uns einen Kontakt zu einer obdachlosen jungen Person ermöglichen soll und die authentische Art der Darstellung dieser Person ebenfalls sehr wichtig findet. Da wir und der Verein sich in Hamburg befinden, geht es um die jungen Obdachlosen in der Großstadt Hamburg. Die nächsten Schritte sind konkrete Fragen für ein Interview mit den oben genannten Personen zu formulieren und eine verbindliche Zusage des Vereins zu bekommen und somit ein Treffen zu planen. Die Doku soll am Ende 3-5 Minuten lang sein, um einen kurzen Einblick in das Thema zu geben. Uns ist das Thema der jungen Erwachsenen so wichtig, da es hier sehr wenig aktuelles Filmmaterial zu gibt.