Category Archives: Kleiderkammer Notkestraße 2017-18

Team: Aliza J., Teresa B., Melanie W., Katja D.

Kleider sortieren, Schnacken – und die Spendenbox im ASta-Café

Mitte/ Ende Dezember 2017

In der Woche vor Weihnachten öffneten wir erneut die Kleiderkammer. Während die Frauen es sich bei Kaffee, Tee und weihnachtlichem Gebäck gemütlich gemacht hatten, führten wir ihnen die neusten Artikel vor. Der Bedarf an neuer Winterkleidung war jedoch schnell gedeckt, sodass sich vor allem miteinander unterhalten wurde. Außerdem konnten wir die Gelegenheit nutzen, dass wir bereits das Lager auf Vordermann gebracht hatten, und konnten unsere Energie zum Aufräumen und Umorganisieren der „Verkaufsfläche“ konzentrieren. Sommerliche Kleidung wurde in das Lager verbracht, ungeliebte Ladenhüter ausgetauscht, Regale und Kleiderstangen verrückt, um mehr Platz zu schaffen, Geschirr und Bücher geordnet.

Am Ende unserer Aktion waren die Frauen hellauf begeistert von dem neuen Arrangement und etwas enttäuscht, dass wir nicht nur zwischen den Jahren die Kleiderkammer geschlossen halten würden, sondern 2018 auch erst in der zweiten Januarwoche wieder für sie bereit wären. Wir verabschiedeten uns mit den besten Weihnachts- und Silvesterwünschen für das Jahr 2017.

Januar 2018

Der erste Termin im neuen Jahr gestaltete sich diesmal etwas ruhiger, da zum einen der Andrang der Frauen nicht besonders groß war, und wir zum anderen durch unsere vorangegangene Aufräumaktion auch in der Kleiderkammer an sich nicht viel machen mussten. Zwar waren einige neue Spenden angekommen, doch auch die vorweihnachtliche Spendenbereitschaft hat eindeutig abgenommen.

Hinzu kam, dass uns schnell bewusst wurde, dass die Bedürfnisse der anwesenden Frauen an diesem Tag eher auf dem Austausch an sich lagen. Somit haben wir die Situation genutzt und uns mit den Frauen gemeinsam an unserem Kaffeetisch zusammengesetzt und uns mit ihnen unterhalten. Auch diese Möglichkeit der Nachmittagsgestaltung wurde nach unserem Empfinden von beiden Seiten genossen, sodass wir trotz weniger „Kleiderkammertätigkeit“ einen netten und erfolgreichen Nachmittag hatten.

Facebook-Aufruf: Promotion für die Spendenbox im ASta-Café

Nachdem wir den spannenden Vortrag über die Regel-Regel von Sonya Labidi gehört hatten, haben wir uns überlegt diese Idee zu unterstützen. Hierfür haben wir uns mit dem ASta in Verbindung gesetzt und die Genehmigung erhalten eine Spendenbox im ASta-Infocafé aufzustellen. Sehr gerne würden wir nun beobachten, wie die Entwicklung der Spendenbox verläuft. Mithilfe von Social-Media machen wir auf die Box aufmerksam und hoffen, dass somit viele Spenden gesammelt werden können. Unser Projekt wird auf unterschiedlichen Facebook-Gruppen, wie beispielsweise der „Universität Hamburg“, „Hamburg Care“ oder „Nettwerk- Hamburg“ gepostet (siehe Beispiel). Das Ziel wäre es eine nachhaltige Spendenmöglichkeit im ASta zu integrieren, um Wohnungs-und Obdachlose mit Hygieneartikeln zu unterstützen. Wir sind gespannt, welche Reaktionen wir hervorrufen und wie sich das Projekt entwickelt.

Zusätzlich wollten wir gerne solche Spendenboxen in Drogeriemärkten aufstellen, um diese für jede Spende besser zugänglich machen zu können. Im Zuge dessen haben wir einige Märkte in unserer Umgebung individuell angesprochen, erhielten bis jetzt aber leider entweder direkte Absagen oder aber wurden vertröstet und müssen noch auf Gespräche mit den Filialleitern vor Ort warten.

Ausblick

Die Kleiderkammer wird von uns noch weiter bis Ende März 2018 (Semesterende) regelmäßig geöffnet und betreut. Danach müssen wir schauen, was unser Zeitplan so hergibt und wie unser neuer Semesterplan aussieht. Wir hoffen, dass wir die Spendenbox für die „Regel-Regel“ so etablieren können, dass sie auch ohne unsere weitere Betreuung bestehen bleiben kann.

Kaffee und Kekse als “Eisbrecher”

Am Mittwoch, den 29.11., konnten wir zum ersten Mal die Kleiderkammer öffnen und so den Kontakt zu den wohnungslosen Frauen herstellen. Bei Kaffee und Keksen, die als “Eisbrecher” dienten, hatten wir nicht nur die Gelegenheit, die neu eingetroffene Ware zu präsentieren und anzupreisen, sondern auch mit unseren “Kundinnen” ins Gespräch zu kommen. Nach einer kurzen Phase des miteinander Warmwerdens, wurden beiderseits neugierig Fragen gestellt und beantwortet. Wir konnten anhand der Erzählungen an vielen Einzelschicksalen Anteil nehmen und sind von dem uns entgegengebrachten Vertrauen beeindruckt.

Die Arbeit in der Kleiderkammer bedarf auch logistischen Aufwands. Die neu angekommenen Kleiderspenden, verpackt in Säcken, Kartons und Taschen, müssen (aus-)sortiert und im Lager eingeordnet oder zur Weitergabe erneut verpackt werden. Auch die Regale in der Kleiderkammer selbst müssen regelmäßig wieder aufgeräumt werden. Unseren zweiten Termin hatten wir bereits am 6.12. Anlässlich des Nikolaustags haben wir eine große Auswahl weihnachtlichen Gebäcks angeboten, und für passende Dekoration gesorgt. Diesmal kamen sogar noch mehr Frauen vorbei, so dass unsere Räumlichkeiten aus allen Nähten platzten. Gespannt blicken wir nun auf den 20.12. an dem wir für dieses Jahr den letzten Kleiderkammer-Termin festgesetzt haben. Bezüglich unseres Projekts der Regel-Regel haben wir grünes Licht seitens des Astas bekommen und werden unsere Spendenbox für Damen-Hygieneartikel im neuen Jahr aufstellen und publik machen.

Eröffnung der Kleiderkammer am 29.11.2017 – Spendenbox für Hygieneartikel auf dem Campus in Planung

Am 14.11.2017 haben wir uns mit Frau Schäferkordt, Teamleitung der Wohnunterkunft für wohnungslose Frauen in der Notkestraße 105, in der Trägerschaft von fördern & wohnen AöR, für ein erstes Kennenlernen und Aufgaben-Sichten getroffen. Im Zuge dessen haben sich folgende Aufgabenbereiche in der Kleiderkammer für Frauen für uns ergeben: neu gespendete Kleidungsstücke zu sichten, sortieren und auszuwählen, Kaffee und Kuchen bereit zu stellen, die Kleiderkammer ansprechend zu gestalten, das Bereitstellen von anderen Beschäftigungsmöglichkeiten (wie beispielsweise Spielen) und das Fungieren als Ansprechpartner/ Zuhörer für die Besucherinnen.

Erstmals eröffnen wir die Kleiderkammer am 29.11.2017 und fahren in einem zweiwöchigen Rhythmus fort, sodass sich eine regelmäßige Anlaufstelle für die wohnungslosen Frauen ergibt und wir dadurch ein Happening entstehen lassen, auf das sich alle freuen können. Damit unser Engagement und somit auch das Projekt rechtlich abgesichert ist, ist es unserer Teamleitung wichtig, dass wir einen Ehrenamtsvertrag mit ihnen abschließen sowie ein Führungszeugnis vorlegen.

Um unser zweites Projekt, die „Regel-Regel“, ins Leben rufen zu können, haben wir uns in der letzten Woche mit dem ASTA-Vorstand der Uni Hamburg in Verbindung gesetzt, um die Möglichkeit zu bekommen, eine permanente Spendenbox für Damenhygieneartikel aufstellen zu können. Bisher warten wir noch auf Rückmeldung.

Des Weiteren haben wir in unserer Gruppe einen Text verfasst, den wir im nächsten Schritt auf allen möglichen Social Media Plattformen publik machen wollen. Dieser richtet sich an mögliche Spender und kann somit erst veröffentlicht werden, wenn wir eine Zusage für unsere Spendenbox erhalten haben.

Mithelfen in der Kleiderkammer und Verbreitung der Regel-Regel

Unsere Projektgruppe hat als Partner die Kleiderkammer für Frauen in Hamburg ausgewählt. Im Zuge des Seminars “Hamburg für alle- aber wie?” würden wir zum einen gerne die Kleiderkammer persönlich unterstützen und zum anderen die Regel-Regel von Sonya Labidi implementieren.

Ausgangspunkt unserer Projektgruppe ist der Fokus auf wohnungs- und obdachlose Frauen. Hygieneartikel sollen kein Luxusgut symbolisieren, und jede Frau sollte leichten Zugang zu diesen haben. Obdachlose Frauen haben – wie jede andere – ihre Regel, allerdings haben sie es viel schwerer, sich um ihre Monatshygiene gut zu kümmern. Neben der täglichen Suche nach Unterkunft, Nahrung und der Gesundheitsvorsorge haben obdachlose Frauen zusätzlich Probleme mit der Versorgung von Menstruationsprodukten.

Hierfür wollen wir mithilfe von Social Media-Kanälen sowie weiteren Akteuren, wie beispielsweise Drogeriemärkten, bei der Ausstattung von Hygieneartikel für Frauen unterstützen. Am 14.11.2017 treffen wir uns daher mit Frau Winkler von der Kleiderkammer und besprechen den tatsächlichen Bedarf, sowie das weitere Vorgehen.

Wir hoffen, dass wir am Ende des Projekts eine Spendenbox initiieren, die langfristig das Leben von obdachlosen Frauen ein bisschen angenehmer macht. Wir sind gespannt,wen wir von der ‘Regel-Regel’ begeistern können und wie viele Spenden wir einnehmen werden. Weitere Informationen folgen…