Category Archives: Engagement-Projekte WiSe 2019/20

Die TeilnehmerInnen des Projektseminars „Engagiert für Wohnungs- und Obdachlose“ setzen sich ein Semester lang in einem Projekt oder einer Einrichtung für wohnungs-/obdachlose Menschen in Hamburg ein.

Sie engagieren sich wahlweies in einer unserer Partner-Einrichtungen, mit denen wir im Wintersemester 2019/20 eine Zusammenarbeit vereinbart haben – oder stellen selbst den Kontakt zu einer Einrichtung her. Alternativ entwickeln einige ein eigenes Projekt.

Auf dieser Seite dokumentieren die Studierenden ihr Engagement.

Mein Engagement in der Antikältehilfe e.V.

Die Antikältehilfe ist ein Verein, der 2018 gegründet wurde und aus der Initiative und dem Engagement von Bürger*innen auf St. Pauli entstanden ist, die der Situation, der obdachlose Menschen ausgesetzt sind, entgegenwirken wollten. Die Initiative ist seit 2009 aktiv gewesen und zu der Zeit wurden u.a. zentral auf dem Spielbudenplatz Aktionen initiiert, zu denen mit anderen Gruppen gemeinsam Essen ausgegeben, Kleidung und Hygieneartikel verteilt und Lächeln geschenkt wurden. Die Initiative hat sich im Laufe der Jahre dann dezentralen Aktionen zugewandt, um eher Hotspots und bekannte Platten gezielt ansteuern zu können – dies war ein Ergebnis der Evaluation vorangehender Aktionen.

Kennengelernt habe ich Mitglieder der Antikältehilfe im Sommer 2018 während meiner Tätigkeit im Sankt Pauli Museum in der Davidstraße. Da die AKH zu dem Zeitpunkt in den Büroräumen über dem Museum „zuhause“ war, bin ich meinem heutigen Kollegen Vincent Schmidt dort öfter begegnet. Wir haben uns ausgetauscht, ich bin in den Verein eingetreten und habe im Februar 2019 an den ersten „Back to Bollerwagen“-Verteilaktionen teilgenommen. „Back to Bollerwagen“ deshalb, weil die Antikältehilfe sich nicht an großen Aktionen anderer Gruppen beteiligen möchte, die andere Konzepte verfolgen und eher „wahllos“ Kleidung oder Kuchen im großen Stil auf der Straße verteilen. Es sollte gezielter und effektiver geholfen werden. Continue reading

Kleiderkammer XXL bei Hanseatic Help

„Helferheld*in“ werden geht, laut Hanseatic Help, ganz schnell und unkompliziert. Einfach vorbeikommen, anpacken und zack – Teil des wahnsinnig großen Teams sein. Ungefähr so lief unser Engagement bei Hanseatic Help auch ab. Sobald man einen Fuß in die Kleiderhalle in der Großen Elbstraße setzt, wird man freundlich begrüßt, herumgeführt und in die groben Abläufe der Kleidersortierung eingewiesen. Allzu konkret wird es aber nicht, denn learning by doing wird in der Kleiderhalle großgeschrieben. Oder „Einfach machen“, wie es der Leitsatz des Vereins bezeichnet. In der großen Halle stapelt sich Kleidung bis fast unter die Decke und jeden Tag kommen neue Spenden rein. Die Spendenannahme ist der erste Stopp für die Spenden in der Kleiderhalle.

Dort haben auch wir uns hauptsächlich eingebracht und Kleidung grob aus- und vorsortiert. Es geht hauptsächlich darum, die Kleidung nach Art einzuteilen und Kleidungsstücke auszusortieren, Continue reading

Post sortieren, Duschmarken ausgeben oder als Schnibbelhilfen einspringen – Engagement im herz as

Die vergangenen Monate haben wir uns freiwillig im herz as engagiert. Das herz as ist eine Tagesaufenthaltsstätte für wohnungs- und obdachlose Menschen. Da es sich um eine Tagesaufenthaltsstätte mit verschiedenen Angeboten handelt, gibt es auch viele verschiedene Bereiche, in denen wir uns einbringen konnten. Im Großen und Ganzen gibt es die Möglichkeit für 50 Cent Mittag zu essen, hygienische Einrichtungen oder die Poststelle zu nutzen, und selbstverständlich ist auch eine Beratungsmöglichkeit gegeben.

Zu Beginn ging es primär darum, dass wir und auch das herz as und seine Besucher ein Gefühl für einander bekommen mussten.

Daher haben wir uns zu Anfang vornehmlich im Hauptsaal aufgehalten, Spiele gespielt oder mit Peter und Gästen gemeinsam gezeichnet. Später schauten wir vor allem in die Hygiene und ab und zu auch in die Post rein und halfen dort mit. Bei der Poststelle können sich Gäste des herz as eine Postadresse einrichten. Continue reading

Das Leben kann sich innerhalb von wenigen Minuten ändern.

Das Leben kann sich innerhalb von wenigen Minuten ändern. Plötzlich hat man gar nichts, all das, was noch selbstverständlich erschien, ist jetzt nicht mehr greifbar. Dann stehst du da mit allem und nichts. Überfordert und ratlos, denn sowas ist dir fremd, sowas hättest du nicht erwartet. Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt in deinem Leben, vielleicht wird es mit der Zeit leichter, vielleicht ist nicht für immer.

Ständig begegnen wir Menschen, denen etwas Ähnliches oder genau das gleiche passiert ist. Wir treffen sie auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Weg nach Hause zu unseren Familien oder beim Einkaufen, doch nehmen wir ihre Existenz nicht wahr bzw. nur für diesen einen Moment und vergessen sie spätestens an der nächsten Straßenecke wieder. Doch gerade in den kalten Jahreszeiten sollten wir uns mehr mit ihnen beschäftigen, denn es könnte uns allen passieren. Unsere Hand zu reichen und etwas tun, auch wenn es nur eine Spende ist, oder etwas Warmes kaufen, alles wäre mehr als genug. Wir alle kennen die Vorurteile und die Klischees, die Vorwürfe und die Feindseligkeit, die viele an den Tag legen, trotzdem schauen viele lieber weg oder haben Ausreden, weshalb sie nicht helfen können. Wir alle können uns in gewissen Momenten mit denen identifizieren, die aus ihrer Heimat geflohen sind. Aber das sollte sich im vergangenen Winter ändern, denn ich habe mir zu Aufgabe genommen, dieses Milieu besser kennenzulernen, es anzutasten. Continue reading

Engagiert in der Kleiderkammer der Alimaus

Wir, Marie und Jen, haben uns in den vergangenen Monaten in der Kleiderkammer der Alimaus auf St. Pauli engagiert. Die Alimaus ist eine Tagesstätte für obdachlose und bedürftige Menschen, die im Jahr 1992 unter Gabriele Scheel und Pastor Alfons gegründet wurde. Das rote Blockhaus am Nobistor 42 bietet bis zu dreimal täglich für 60 Personen warme Mahlzeiten an. Durch den Einsatz von mehr als 200 freiwillig Engagierten kann dieses Angebot erst gewährleistet und somit dazu beigetragen werden, dass zumindest einigen Menschen der Zugang zu Nahrung und einer Grundversorgung geschaffen werden kann.

Neben der beschriebenen Essensausgabe befindet sich wenige Häuser weiter, am Nobistor 34, Don Alfonsos Kleiderkammer, die ebenso Bestandteil der Alimaus ist. Bedürftige können sich Dienstag von 11-13 Uhr und Samstag von 13-15 Uhr mit Kleidungsstücken jeglicher Art, Hygieneartikeln und „Outdoor-Artikeln“ ausstatten. Dadurch, dass die Kleiderkammer ein niedrigschwelliges Angebot ist, setzen sich die Spenden ausschließlich aus privaten Gaben zusammen.

Spendenannehmen und -sortieren

An einigen Tagen treffen sich Mitarbeiter*innen, um die erhaltenen Spenden nach Brauchbarkeit sowie Größen etc. zu sortieren. Continue reading

Engagiert im WNP. Zwischen Karten stempeln und Heiratsanträgen

Ein Bericht über mein freiwilliges Engagement im Winternotprogramm (WNP) 2019/2020. Von E.

Während die meisten von uns sich bei Nässe und Kälte in den eigenen vier Wänden verbarrikadieren, sich eine Netflix-Serie anschmeißen und eine große Tasse Tee trinken, ist uns oft nicht bewusst, dass nicht jeder Mensch das Glück hat, sich in einer so komfortablen Lage zu befinden. Und da rede ich nicht einmal von dem Netflix-Abo, das man im besten Falle monatlich selber zahlt oder von dem überteuerten Bio-Tee, der so toll gegen Schlaflosigkeit helfen soll – ich rede von den eigenen vier Wänden.

Wie viele Menschen in Hamburg von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffen sind, lässt sich nur schätzen. Eine Befragung im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration ergab 2018 eine Zahl von 1910. Im Jahre 2009 handelte es sich noch um 1029 Wohnungs- und Obdachlose – eine klare Continue reading

Engagement in der Sozialen Beratungsstelle Eimsbüttel

Hi,

ich arbeite schon seit November 2019 in der Sozialen Beratungsstelle Eimsbüttel. Die Beratungsstelle hilft aktuell und ehemals wohnungs- und obdachlosen Menschen oder solchen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind. Diese Menschen haben meistens ganz viele Probleme, entweder bei der Suche nach einer Wohnung oder auf einer persönlichen Ebene, finanziell oder psychisch, und wenn sie Schwierigkeiten bei  Behördengängen haben. Um die Hilfe in Anspruch zu nehmen, muss man Einwohner_in von Eimsbüttel sein. Die Beratungsstelle sorgt dafür, dass diese Menschen ihre Leben noch einmal auf die Reihe kriegen können. Die Mitarbeiter_innen dort leisten einen tollen Job, meiner Meinung nach. Obwohl sie überfordert sind, versuchen sie, ganz vielen Menschen zu helfen. Die Mitarbeiter_innen sind sehr nett, und die Umgebung am Arbeitsplatz sehr freundlich, außerdem reden sie ganz gut miteinander.

Meine Aufgabe dort war, Klienten, die nicht richtig Deutsch sprechen, bei der Wohnungssuche zu begleiten. Continue reading

Engagiert im herz as 2019/20

Wir sind Fenna, Lea und Lea und werden dieses Semester mit Freiwilligenengagement im Herz As beginnen. Um uns einzufühlen werden wir mit Integrationsmaßnahmen wie zum Beispiel Karten- oder Brettspielen beginnen. Zusammen würden wir gerne bei den Projekten unserer Vorgänger und Kollegen mithelfen. Bis wir soweit sind unterstützen wir freudig wo man uns gebrauchen kann.

Engagement in der Sozialen Beratungsstelle Eimsbüttel 2019/20

Ich bin Ahmad und studiere an der TUHH Informatik. Letzten Dienstag war ich in der Sozialen Beratungsstelle Eimsbüttel. Es wurde diskutiert, was die Beratungsstelle eigentlich macht. Mein Aufgabenfeld dort wird sein, zwei obdachlosen Menschen bei der Wohnungssuche zu helfen.

Meine Arbeitszeit ist immer am Donnerstag von 10 Uhr bis 14 Uhr. Aber das ist nicht immer verbindlich, denn ich kann die betreffenden Personen zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort treffen. Die Dauer meines Engagements wird 6-7 Wochen betragen.

Team GoBanyo 2019/20

Ich bin Dominik Kinas, studiere an der Evangelischen Hochschule Freiburg Soziale Arbeit und befinde mich derzeit für mein praktisches Studiensemester in der Wohnungslosenhilfe in Hamburg. Innerhalb des Projektes “Hamburg für alle – aber wie?” habe ich mich für einen Einblick in die Öffentlichkeitsarbeit und das Fundraising bei GoBanyo entschieden, wobei ich gegenwärtig noch auf eine Rückmeldung bezüglich meines Anliegens warte. Unter dem Motto “Waschen ist Würde” geht es bei GoBanyo darum, jenes Hygienebedürfnis von obdachlosen Menschen gerecht zu werden, weswegen mit der Idee eines Duschbusses eine mobile Lösung ins Leben gerufen wurde. Das Projekt selbst versteht sich als eine Bottom Up Initiative und bekommt folglich seine Legitimierung durch die Gesellschaft selbst, was die Öffentlichkeitsarbeit zu einem essentiellen Bestandteil macht.

Engagiert bei Hanseatic Help 2019/20

Das Team Hanseatic Help besteht derzeit aus Johann und Lisa. Eine erste Kontaktaufnahme hat bereits stattgefunden und es wurde deutlich, dass unserer Kreativität innerhalb des Vereins keine Grenzen gesetzt sind. Wir werden uns zunächst in der Kleiderkammer einbringen, um einen Überblick über die Strukturen und Abläufe zu erhalten und mit anderen Ehrenamtlichen in Kontakt zu kommen. Darauf aufbauend besteht die Möglichkeit in bereits bestehenden Projekten zu helfen oder sogar etwas eigenes auf die Beine zu stellen.

Engagiert im Winternotprogramm 2019/20

Wir sind Bobette, Emi und Sena und sind Studentinnen an der UHH aus drei verschiedenen Fakultäten (Afrikanistik, Soziologie und Philosophie).

Im Rahmen unseres Seminars unterstützen wir dieses Semester das Winternotprogramm von Fördern und Wohnen in der Friesenstraße 22, das vom 01.November bis zum 31. März 2020 läuft.

Es handelt sich hierbei um knapp 800 zusätzliche Übernachtungsplätze, um Kälte- und Erfrierungsschutz zu gewährleisten. Unsere Aufgabe wird  voraussichtlich darin bestehen die Aufnahme der obdachlosen Personen zu unterstützen, wofür wir in Schichten von 16:30 bis 22Uhr arbeiten werden.

Aktuell sind wir dabei einen Einführungstermin mit Ole Harms auszumachen, um daraufhin in die Freiwilligenarbeit starten zu können.

Team Container-Projekt für Frauen 2019/20

Hallo zusammen,

wir sind 6 Stdentinnen der Sozialen Arbeit an der HAW Hamburg. Im Rahmen unseres Fachprojektes arbeiten wir seit dem Wintersemester 2019/2020 in einem 13-köpfigen Team im Containerprojekt für Frauen. Dieses wird von der Caritas und der Stadt Hamburg finanziell unterstützt. Unsere Arbeit wird wöchentlich theoretisch von der Projektleitenden Andrea Hniopek innerhalb unseres Praxisseminars begleitet. Das neue Team arbeitet täglich in 2 Schichten, die sich jeweils für 2 Stunden im Gemeinschafts-Container, dem *Büro-Container* einfinden. Im Containerprojekt für Frauen finden 10 obdachlose Menschen, die sich als Frauen identifizieren auf unbestimmte Zeit einen Platz. Wir wurden in den letzten Wochen von unseren Tutor*innen und dem vorherigen studentischen Team des letzten Jahres  in den Arbeitsalltag integriert und sind nun seit dem 01.11.2019 die neuen studentischen Ehrenämtler*innen für das Containerprojekt für Frauen.

Team Harburg-Huus 2019/20

Hallo! Ich bin Alex und studiere Anglistik/Amerikanistik. Nach mehreren Telefonaten habe ich für den kommenden Freitag (8.11.) einen Termin zur Besichtigung des Harburg-Huus vereinbart. Letzteres ist eine Tagesstätte für Obdachlose, die vom DRK finanziert wird. Dort können unter anderem Freizeitangebote wahrgenommen werden, medizinische Grundversorgung geleistet werden sowie übernachtet werden. Des Weiteren werden Verpflegung, Hygieneleistungen und soziale Hilfe angeboten.

Team Alimaus 2019/20

Unsere Namen sind Jen und Marie und wir haben vor, uns freiwillig in dem Projekt Alimaus zu engagieren. Die Alimaus ist eine Einrichtung auf St. Pauli für von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffene Menschen. Der Kontakt zur Einrichtung wurde bereits hergestellt und am Samstag steht unser erste Arbeitstag statt. Den ersten Einsatzort bildet voraussichtlich die Kleiderkammer der Alimaus. Wir sind gespannt auf die kommende freiwillige Arbeit in einem spannenden Projekt!