Category Archives: Alimaus 2017/18

Team: Rabea J., Leah M., Aurora M.

Wir haben uns gut eingelebt!

Nach einigen Wochen regelmäßiger Mitarbeit in der Alimaus hat man das Gefühl, sich gut eingelebt zu haben. Man kennt die anderen Mitarbeiter, Bekanntschaften und Freundschaften mit anderen Ehrenamtlichen haben sich ergeben, die Abläufe sind klar und es macht Freude, neuen Ehrenamtlichen das eigene erworbene Wissen weitergeben zu können.

Unser Arbeitsplatz und was wir da zu tun haben

Die Fotos sollen einen Eindruck von unserem Arbeitsplatz vermitteln. Zu sehen ist die Alimaus von außen, sowie die Küche und der Speiseraum.

Unsere Arbeit fand zu einem großen Teil in der Küche statt. Wie in vorigen Einträgen beschrieben, haben wir hier die Mahlzeiten vor- und nachbereitet. Ein Prinzip der Alimaus ist, dass die Mahlzeiten den Gästen am Tisch serviert werden. Zum einen verhindert man so Chaos und Unruhe im Raum, vor allem möchte das Team der Alimaus ihren Gästen vermitteln, dass sie sich nun einmal entspannen können und gut versorgt werden. Auch wir haben beim Servieren der Speisen geholfen.

Emotional herausfordernd: wenn es zu Konflikten unter den Gästen kommt

Nun führen kalte Wintertage, wie überall, auch in der Alimaus zu krankheitsbedingten Ausfällen, wodurch noch einmal mehr geschaut werden kann, wo noch Hilfe benötigt wird. Beim Engagement in der Alimaus hat man keinen direkten längeren Bezug zu einzelnen Besuchern, erfährt aber immer wieder mal etwas von einzelnen Schicksalen der in Obdachlosigkeit oder unter schwierigen sozialen Bedingungen lebenden Besucher. Die kalten Wintertage führen aber manchmal auch zu mehr Zerknirschtheit unter den Gästen, was demotivierend ist uns aber nicht von der Sache abhält.

Emotional herausfordernd ist es, wenn es zu Konflikten unter den Gästen kommt. Es nicht klar, was zu tun ist und wie man am besten mit den Streitigkeiten umgeht. Unter anderem sexuelle Belästigung in der “Wohnungs- und Obdachlosenszene” ist ein wichtiges Thema bei den Gästen. Aufgrund unserer mangelnden Erfahrung stehen wir zwar mit einem offenen Ohr zur Stelle, vermitteln die Besucher bei konkreten Anliegen allerdings an die zuständigen Festangestellten.

Unglaublich, wie viele Lebensmittel täglich weggeschmissen werden!

Wir wollten uns sozial engagieren und einen Einblick in die Arbeit mit Obdachlosen erhalten. Wir haben jedoch auch einen großen Einblick in den Lebensmittelhandel bekommen. Es ist uns bewusst gewonnen, wieviel Tonnen an Lebensmitteln täglich von Supermärkten aussortiert und ggf. weggeschmissen werden. Die Zusammenarbeit von Supermärkten und sozialen Einrichtungen (wie der Alimaus) ermöglichen die Weiterverwendung der Lebensmittel und führen zu weniger Verschwendung. Das ist ein positiver Effekt, dennoch sollte es Ziel sein, für die gesamte Bevölkerung Zugang zu genügend als auch guten Lebensmitteln zu schaffen und gleichzeitig keine Lebensmittel mehr zu verschwenden, indem sie bspw. einfach weggeworfen werden. Das Semester nähert sich nun dem Ende und wir werden uns überlegen, in welcher Form wir Engagement fortsetzen können und inwiefern uns die Arbeit in der Alimaus geholfen hat und was wir aus unseren Erfahrungen dort für die zukunft gelernt haben.

Erste Schritte in der Alimaus

Mittlerweile sind wir alle gut in der Alimaus angekommen. Wir haben alle bereits mehrere Schichten gearbeitet und das Team der Alimaus kennengelernt. Neu war beispielsweise die Übernahme einer Spätschicht. Diese startet gegen 15uhr und endet zwischen 18 und 19uhr. In dieser Zeit wird eine warme Mahlzeit an die Gäste der Alimaus verteilt. Eine Herausforderung der Spätschicht ist, dass die Gäste dann u.U. schon einen anstrengenden Tag hinter sich haben und der ein oder andere Gast evtl. auch einen etwas höheren Alkoholpegel hat. Die Mehrheit zeigt sich aber einfach sehr dankbar für die Mahlzeit und die Möglichkeit für eine Weile im Warmen verschnaufen zu können. Organisatorisch gesehen ist eine gewisse “Übersetzung” problematisch, da es so viele helfende Hände gibt, dass einem manchmal eine Aufgabe fehlt. Durch Erfragen findet man aber doch meistens etwas. Geputzt und geschnibbelt wird quasi rund um die Uhr. Für unsere weitere Schichten nehmen wir uns vor, weiterhin motiviert mitzuhelfen, Impulse zu setzen (z.B. bei der Arbeitsaufteilung) und die Strukturen der Alimaus noch besser kennenzulernen.

Projektstart…

Die Alimaus, eine Tagesstätte für Obdachlose und bedürftige Menschen in Altona, bietet den Gästen zweimal täglich Mahlzeiten an. Daneben gibt es eine Kleiderkammer und die Möglichkeit zur medizinischen Versorgung. Täglich nutzen über 100 Gäste dieses Angebot. Die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter ermöglichen einen reibungslosen Ablauf und die Öffnung der Tagesstätte an sechs Tagen in der Woche (Mo-Sa). Unter den Ehrenamtlichen finden sich Schüler, FSJler, engagierte Erwachsene im Berufsleben, Rentner, ehemalige Gäste der Alimaus usw. Es ist somit sehr bunt gemischt, aber jeder Freiwillige kann sich im Rahmen seiner Möglichkeiten und Zeit gut einbringen.

Aurora und Leah haben in ihrer ersten Schicht vor allem bei der Vorbereitung und Verteilung der Mahlzeiten geholfen. Dazu gehört die Verarbeitung von Lebensmitteln, z.B. Brötchen schmieren und Kaffee kochen und das Willkommenheißen der Gäste und Verteilen des Essens. Rabea engagiert sich schon länger in der Alimaus und hilft auch bei der Abholung von Waren und Lebensmittelspenden aus den Supermärkten in Hamburg.

Bis Semesterende wollen wir regelmäßig eine Schicht in der Tagesstätte mitmachen und dabei die Strukturen, Hintergründe und vor allem die Menschen der Alimaus kennenlernen.