Es wird!

Die letzten Wochen habe ich mich immer wieder gefragt, welche Strategie den Zugang zu Hygieneprodukten für obdachlose Frauen* am besten erleichtern kann. Wie bei meinem letzten Eintrag beschrieben, wollte ich gerne eine Lösung haben, die so autark wie möglich weiterläuft, auch wenn ich mal nicht mehr in Hamburg wohnen sollte und gleichzeitig den Hauptamtlichen so wenig Arbeit wie möglich macht. Außerdem sollte der Hauptnutzen bei obdachlosen Frauen* liegen, während gleichzeitig alle Frauen* besser über die Ungerechtigkeit in Bezug auf Menstruationsprodukte informiert werden. Endlich habe ich ein paar Optionen gefunden, die mit etwas Glück und viel Arbeit vielleicht all diese Ziele erreichen können!

1.       Info-Heft: “How to stay clean when homeless – Ein Guide für obdachlose Frauen* in Hamburg”

Das ist natürlich nur ein Arbeitstitel. Im Prinzip geht es darum generelle Tipps zur Hygiene auf der Straße zu geben, auch mit medizinischen Hinweisen über bestimmte Praktiken(wie zum Beispiel Tampons lange drin zu lassen), Institutionen aufzulisten, die einem dabei behilflich sein können und vielleicht ein paar Geheimtipps über gute öffentliche Toiletten, günstige Duschen oder ähnliches zu verbreiten. Vielleicht wäre dabei die Kooperation mit der Stadt Hamburg oder einem der großen Träger für die Obdachlosenhilfe interessant, damit die Verbreitung der Broschüre langfristig gesichert ist.

2.       Hygiene-Spendenboxen in Supermärkten

Eine hinter den Kassen in Supermärkten aufgestellte Spendenbox schafft einerseits Aufmerksamkeit für das Thema und sorgt dafür, dass jede*r ohne großen Aufwand Hygieneprodukte spenden kann. Vielleicht würde hierbei eine Kooperation mit der Tafel Sinn ergeben, da sie ohnehin schon häufig von vielen Supermärkten Essen abholen und bereits eine etablierte Connection zu Menschen mit wenig Einkommen haben.

3.       Online-Pat*innenschaft „Tampon-Patin werden!“

Ich glaube, das könnte eine der vielversprechendsten Optionen sein. Auf einer Online-Plattform könnte leicht zum Beispiel über die Probleme, die obdachlose Frauen* auf der Straße in Bezug auf Hygiene haben und die generelle Ungerechtigkeit der Besteuerung von Menstruationsprodukten hingewiesen werden. Mit einem monatlichen Beitrag von z.B. 3,50 € könnte jede*r Tampon-Pat*in werden. Das hierbei gesammelte Geld wird direkt an eine Organisation für obdachlose Frauen in Hamburg weitergeleitet, die dafür Hygieneprodukte kaufen und gratis weitergeben können. Das hätte auch den Vorteil, dass bedarfsgerecht eingekauft werden kann und die Frauen* nicht damit Vorlieb nehmen müssen, was gespendet wird.

Als nächstes werde ich mich nach Kooperationspartner*innen umsehen und mir den Rat von Expert*innen einholen. Außerdem muss ich mich wahrscheinlich auch noch für eine oder zwei dieser Optionen entscheiden, weil alle drei umzusetzen alleine vielleicht nicht machbar sein wird.

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