Author Archives: Marvin M

Fußballtraining im Zentrum für Wohnungslose in Hamburg

von Max  Adler

Durch das Seminar „Hamburg für alle“ hatte ich während des Sommersemesters 2019 die Möglichkeit, mich im Zentrum für Wohnungslose Hamburg zu engagieren und das wöchentlich stattfindende kostenlose Fußballtraining zu unterstützen. Mit der Kunstrasenanlage des Eimsbütteler Turn Verbands (ETV) ist einer der modernsten Sportplätze Hamburgs direkt hinten am Haus angeschlossen. Und da freitagmittags, wenn das für jedermann frei zugängliche Training stattfindet, weder der ETV sein Training abhält noch Ligaspiele stattfinden, sind die beide großen Fußballfelder bis zum späten Nachmittag meist ungenutzt.

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Soziale Themen in technischen Studiengängen?

von Shamsia, Betül und Seray

Mathe, Mechanik, Thermodynamik – was sich für viele nach wenig Spaß anhört, ist Alltag zahlreicher Studierender an technischen Universitäten. Aufgaben lösen, Vorlesungen besuchen, an Übungen teilnehmen – da bleibt oft kaum Zeit für Hobbys, geschweige denn für ehrenamtliche Tätigkeiten. Die meisten Studierenden verlieren deshalb in vielen Studiengängen den Anschluss an soziales Engagement. Sei es ehrenamtlich in einer sozialen Einrichtung zu arbeiten oder freiwillig für einen Tag dort auszuhelfen, viele Studierende sind davon gedanklich weit entfernt. Der Grund hierfür liegt nicht zuletzt bei den technischen Universitäten, die sich kaum der Thematik widmen. Das Angebot an Kursen und Projekten im sozialen Bereich ist stark begrenzt oder sogar kaum vorhanden. Continue reading

29.10.2019: „Obdachlose Menschen auf dem Campus – Hochschulen in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung!“

Podiumsveranstaltung mit

  • Andrea Hniopek, Caritasverband Hamburg, Leitung Fachbereich Existenzsicherung
  • Johan Graßhoff, Diakonie-Hilfswerk Hamburg, Straßensozialarbeit
  • Volker Mähl, Obdachloser Mensch aus Hamburg
  • Dr. habil. Nils Zurawski, Universität Hamburg, Institut für kriminologische Sozialforschung
  • Prof. Dr. Henning Lohmann, Universität Hamburg, Professur für Soziologie, insbesondere Methoden der empirischen Sozialforschung

Moderation: Cornelia Springer, Universität Hamburg, Projekt „Engagementförderung durch universitäre Lehre (EngföLe)“

05.11.2019: Die Bezirklichen Fachstellen für Wohnungsnotfälle der Freien und Hansestadt Hamburg als tragende Säule zur Vermeidung von Obdachlosigkeit

Christina Wagner, Sozialarbeiterin MA, Bezirkliche Fachstelle für Wohnungsnotfälle in Hamburg Mitte

26.11.2019: Ausgegrenzt – Junge Menschen in der Obdachlosigkeit. Filmpremiere

Dokumentarfilm von Catherina Janßen und Jana Dittmer, Studierende der Universität Hamburg

Herzliche Einladung zur Premiere und zum anschließenden Podiumsgespräch mit den Filmemacherinnen und Protagonist*innen aus dem Film: Malte Block, Sozialarbeiter, KIDS | basis&woge e.V. Anlaufstelle für Straßenkinder; Verena, Ronja und Fettii, Büro Hamburg MOMO – The Voice of disconnected Youth

Etwa 1,2 Millionen Menschen gelten in Deutschland als obdachlos. Hier in Hamburg leben derzeit mehr als 2.000 Personen auf der Straße. Wie kann es sein, dass diese in unserem Sozialstaat durch das System rutschen und keine feste Unterkunft bekommen können? Was hat das für Folgen und Auswirkungen auf die Individuen und die Gesellschaft? Und was kann jede*r einzelne von uns tun?

All das wird im Dokumentarfilm und in der anschließenden Podiumsdiskussion hinterfragt und besprochen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Der Eintritt ist kostenfrei. Wir freuen uns über Spenden zu Gunsten von MOMO. Die Veranstaltung ist Teil der Ringvorlesung „Hamburg für alle – aber wie?“ im Wintersemester 2019/20.

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/557856288119600/

10.12.2019: Armut und Gesundheit: Medizinische Hilfe für obdachlose Menschen in Hamburg

Thorsten Eikmeier, Leitung Krankenstube für Obdachlose, Caritas Hamburg und Sören Kindt, Sozialarbeiter, Krankenstube für Obdachlose


07.01.2020: Obdach- und Wohnungslosenuntersuchung 2018. Ergebnisse und Konsequenzen

Andreas Thiel, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI), Amt für Soziales; Abteilung Wohnungslosenhilfe und Unterbringung, Zuwanderung aus der EU; Referatsleiter – Öffentliche Unterbringung

Wie viele Menschen leben in Hamburg auf der Straße? Was tut die Stadt, um ihnen zu helfen? Und welche Rolle spielen ehrenamtliche Initiativen und Einrichtungen?
Die Zahl der obdachlosen Menschen in Hamburg hat innerhalb der vergangenen 10 Jahre deutlich zugenommen. Dies zeigt eine umfangreiche, von der Sozialbehörde beauftragte Befragung im März 2018. Die Untersuchung ist die bisher größte Studie dieser Art, die in einer Großstadt in Deutschland durchgeführt wurde. Sie sollte u.a. Ursachen und Auslöser der Obdachlosigkeit sowie Aussagen zur Lebenslage der Menschen erfassen.

Andreas Thiel präsentierte in seinem Vortrag das Vorgehen und die zentralen Ergebnisse der Studie. Weiter ging er darauf ein, welche konkreten Handlungsansätze die Stadt Hamburg nun gemeinsam mit den Akteur_innen des Hilfesystems für wohnungs- und obdachlose Menschen erarbeitet. Im Anschluss an den Vortrag bestand Gelegenheit zur offenen Diskussion im Plenum.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. statt. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

21.01.2020: Obdachlosigkeit in Hamburg – ein Fall für den europäischen Hilfsfonds? Eine Abwägung von Pro und Contra

Velina Weber, Social Bridge Hamburg, Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen in Deutschland (EHAP)

Seit der Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bulgarien und Rumänien in 2014 steigt deutschlandweit die Zahl der Bürger_innen aus diesen EU-Ländern, insbesondere in den Metropolen. Neben gut ausgebildeten und hochqualifizierten Fachkräften kommt eine kleine Gruppe an Menschen, die einen niedrigen Bildungsstand und keine erlernten Berufe aufweist und/oder teilweise zu den Minderheiten in ihren Herkunftsländern gehört. Wegen der existenziellen Not und Aussichtslosigkeit in ihren Heimatländern wandern diese Personen nach Deutschland ein – in der Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und ihre Familien. Aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse, fehlender Informationen und Orientierung gerät dieser Personenkreis allerdings häufig in unzumutbare, illegale Wohnverhältnisse und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse. Die neuzugewanderten Bürger_innen und ihre Bedürfnisse verändern deutlich das Bild der Hilfe- und Ratsuchenden in den niedrigschwelligen sozialen Einrichtungen. Dem so neu entstandenen Bedarf will der Europäische Hilfefonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) entgegenkommen, der im März 2014 mit dem Ziel eingerichtet wurde, Armut und Benachteiligung europaweit zu verringern.

Velina Weber ist Sozialberaterin beim Diakonischen Werk Hamburg und arbeitet in einem der drei laufenden EHAP-Projekte in Hamburg. „Social Bridge Hamburg“ richtet sich an neuzugewanderte Unionsbürger*innen – insbesondere aus osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten –, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Was können die Sozialarbeiter_innen im EHAP für die Ratsuchenden tun und wo stoßen sie an Grenzen? Kann der EHAP zum Beenden der Wohnungslosigkeit der Betroffenen beitragen?

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. statt.
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

16. April 2019: Vorbereitung

Liebe Studierende,

für die erste Sitzung im Theorieseminar am 16. April 2019 (14:15-17:45, Gorch-Fock-Wall 7, Raum A1019) zum Thema „Ursachen von Wohnungs- und Obdachlosigkeit“ gibt es nun für die Vorbereitung die ersten Texte zum Lesen – und dazu einen „kleinen Arbeitsauftrag“.

Bitte lest aus der Studie „Befragung obdachloser, auf der Straße lebender Menschen und wohnungsloser, öffentlich-rechtlich untergebrachter Haushalte 2018 in Hamburg“ (PDF zum Download) die folgenden Kapitel:

Kapitel 2.3.18 + 2.3.19 (Seite 69-98)

2.3.18: Wege in die Obdachlosigkeit
2.3.19: „Inhaltliche“ Auslöser der jetzigen Obdachlosigkeit

Kapitel 3.3.17 + 3.3.18 (Seite 147 – 161)

3.3.17: Wege in die Wohnungslosigkeit – Wie sind Sie in Hamburg in die öffentlich-rechtliche Unterbringung gekommen?
3.3.18 „Inhaltlicher“ Auslöser der jetzigen Wohnungslosigkeit

Hierzu gibt es zwei kleine Fragen:

  1. Welches Bild entsteht bei euch nach der Lektüre? Gibt es für euch überraschende Erkenntnisse?
  2. Welche weitergehenden Fragen stellen sich für euch?

Zusätzlich empfehle ich noch einen Grundlagentext sowie vertiefende Literatur.

Grundlagentext:

Vertiefende Lektüre:

  • Feantsa (2016): ETHOS Typology on Homelessness and Housing Exclusion, http://www.feantsa.org/spip.php?article4549&lang=en
  • Gerull, Susanne (2018): Systematische Lebenslagenuntersuchung wohnungsloser Menschen. Eine Studie der Alice Salomon Hochschule Berlin in Kooperation mit EBET e.V. https://www.ebet-ev.de/nachrichten-leser/erste-systematische-untersuchung-der-lebenslagen-wohnungsloser-menschen.html
  • Gerull, Susanne (2018): „UNANGENEHM“, „ARBEITSSCHEU“, „ASOZIAL“. Zur Ausgrenzung von wohnungslosen Menschen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), Nr. 25-26/2018, S. 30-36.
  • Gesellschaft für Organisation und Entscheidung GOE Bielefeld (2018): „Befragung obdachloser, auf der Straße lebender Menschen und wohnungsloser, öffentlich-rechtlich untergebrachter Haushalte 2018 in Hamburg“ (vorgestellt auf der Homepage der Stadt Hamburg: https://www.hamburg.de/obdachlosigkeit/veroeffentlichungen/12033588/obdachlosenstudie-hamburg-2018/)
  • Gowan, Teresa (2010): Hobos, Hustlers, and Backsliders. Homeless in San Francisco. Minneapolis.
  • Heitmeyer, Wilhelm (Hg.) (2007): Deutsche Zustände. Folge 5. 1. Aufl. Frankfurt am Main.
  • Heitmeyer, Wilhelm / Endrikat, Kirsten (2008): Die Ökonomisierung des Sozialen. Folgen für „Überflüssige“ und „Nutzose“. – In: Heitmeyer, Wilhelm (Hrsg.): Deutsche Zustände. Folge 6. Frankfurt am Main.
  • Lutz, Ronald / Simon, Titus (2012): Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe. Eine Einführung in Praxis, Positionen und Perspektiven. 2.Aufl: Weihnheim & München.

Bis zur Sitzung,

Johan